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Getreidegras

Angeblich steht der Mensch im Mittelpunkt aller Systeme und Produktionszweige und dennoch droht er physisch wie psychisch dem selbstgeschaffenen Apparat zu unterliegen. Genau betrachtet hat er sich nur vermeintlich weiterentwickelt, denn ob bewusst oder unbewusst, er betreibt ganz offensichtlich Raubbau an seinem Körper, um einer rasend schnellen Entwicklung zu folgen. Stress, Unruhe, Hast, Bewegungsmangel, verbrauchte oder verpestete Luft sowie die meilenweite Entfernung von einer optimalen Ernährung, führen zu einer extremen Überforderung des gesamten Organismus.

Besonders erschreckend sind die Zahlen über die Kosten ernährungsbedingter Krankheiten, welche allein in Deutschland auf 40 bis 50 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt werden.

Der Mensch stirbt nicht mehr im Kampf mit der Natur und ihren Bedrohungen, sondern im Kampf mit den zivilsatorischen Gepflogenheiten unserer Zeit. Die gute Nachricht: Der Wille in der Bevölkerung zu einem gesunden Lebensstil wächst, er steht aber noch in großer Abhängigkeit von Motivation und einschlägigen Erkenntnissen.

Wir wollen auf diesem Weg einen Brückenschlag zwischen Mensch und Natur machen und dabei Scheinwissen, welches wir den täglichen Informationen durch Presse, Rundfunk, Fernsehen und Werbewirtschaft entnehmen, entkräften.

Ein Blick in die Natur – wichtige Kulturpflanzen der Menschheit

Die Kulturpflanzen unserer Erde haben eine lange Geschichte. Nur in wenigen Fällen sind ihre Ausgangsformen bekannt, aber fest steht, dass der Beginn des Pflanzenanbaues und der planmäßigen Pflanzenzucht ein Meilenstein in der Menschheitsgeschichte ist. Mit dessen Beginn endete die Zeit des reinen Nomadentums und das Sesshaftwerden fand seinen Anfang.

Offenbar begann der Mensch damit, ganze Wildpflanzen oder Teile von ihnen zu sammeln, und hat so sicherlich die Samenkörner mancher Wildgräser als wertvolle Nahrung schätzen gelernt. Er hat sie in der Nähe seiner Behausung ausgesät, um nicht nur eine größere Ausbeute zu erzielen, sondern um sie auch immer zu seiner Verfügung zu haben. Dabei wird er Sorten bevorzugt haben, deren Ährenachsen zäh waren und beim Reifen nicht in einzelne Ährchen zerfielen. Es war quasi die Geburtsstunde der Pflanzenzucht. Nach und nach entstand durch fortgesetzte Auslese das „Kulturgetreide“ , wobei Weizen und Gerste seit mindestens sechs Jahrtausenden angebaut werden.

Namentliche Wildgetreidearten finden sich vorwiegend in den tropischen und subtropischen Hochländern der Alten Welt, wo sie weit verbreitet sind. So beherbergt Vorderasien den Wildweizen und von Nordafrika bis Tibet wächst überwiegend Wildgerste auf bis zu 4400 Meter Höhe.

Gerste zählt nicht nur zu den ältesten Getreidearten der Welt, es war auch ein beliebtes Stärkungsmittel bei Ägyptern und Chinesen. In Ägypten bezeichnete man die Gerste sogar als das „heilige Geschenk der Götter“ und in China gehörte sie zu den fünf heiligen Pflanzen, welche der Kaiser selbst aussäte.
Auch in der Bibel erlangte die Heilkraft der Getreidegräser ihren Stellenwert, indem Jesus den Prozess beschreibt, wie aus Körnern Getreidegras wird, mit dem Hinweis, das bescheidenes Gras mehr als Nahrung für Mensch und Tier ist und darüber hinaus über viele „Geheimnisse“ verfügt.

About the Author Erwin

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